Beschreibung

Stil Weihnachten 2021, 43. Jahrgang Heft 4

Wir leben in einer Zeit, in der die Leiden weltweit in allen Bereichen und auf allen Ebenen extrem sind. Sie als unsere eigenen zu begreifen und zu ergreifen, liegt uns fern und wehren wir ab, da wir ahnen, wie leicht wir uns selbst in ihnen verlieren könnten. Denn in den Schmerz und den Abgrund zu schauen, übersteigt unser Alltagsbewusstsein, durch sie hindurchzugehen unsere Fähigkeiten. Dazu bedarf es des Vertrauens und des Wissens, dass der Mensch Bürger zweier Welten ist und dass er in sich die Möglichkeit trägt, die sinnliche Welt für die übersinnliche durchsichtig zu machen. Der Blick auf das vorerst noch Unsichtbare, auf die Nachtseite des Lebens und auf den Tod erweitert das Irdisch-Menschliche um das Kosmisch-Menschliche.

Die Beiträge dieser Ausgabe thematisieren auf unterschiedliche Weise diese Zusammenhänge – sei es in der Architektur, Philosophie, Literatur oder Kunst. Ein Teil von ihnen geht dabei auf die Pfingsttagung 2021 zurück, die zum Thema hatte: «Das Mysterium des Menschen. Zu Rudolf Steiners Werk Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums».

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